Start - Unser Konzept

Unser Konzept

Jugendraum Continue

Konzept


 

Jugendraum Continue

Offene Jugendarbeit der Sozialpädagogisches

Netzwerk der Arbeiterwohlfahrt

 

 

 

Jugendraum Continue

Spandauer Str. 10

66424 Homburg – Erbach

Tel: 0 68 41 / 93 49 92 1

 

www.jugendraum-continue.de

erstellt durch: Horst Findeisen

Datum: 28.08.2009

 

Ziele

 

  1. Entwicklung von Handlungskompetenzen zur Alltagsbewältigung.
  2. Entwicklung geschlechtlicher Identität.
  3. Akzeptanz sozialer und rechtlicher Normen.
  4. Entwicklungen von Kompetenzen zur Erreichung von Bildungszielen.
  5. Integration in Ausbildung und Beschäftigung.

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Vorwort

 

2. Allgemeines zur Offenen Jugendarbeit

 

3. Pädagogische Zielsetzung

 

4. Jugendraum Continue

 

4.a. Continue

 

4.b. Ziele und Methoden des Continue

 

4.c. BesucherInnen des Continue´s

 

4.d. Personelle Besetzung

 

5. Literaturverzeichnis

 

 


 

 

§ 1 Kinder- und Jugendhilfegesetz

 

Jeder junge Mensch hat das Recht auf Förderung seiner Entwicklung

und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gesellschaftsfähigen Persönlichkeit“

 

 

 

1. Vorwort

 

das vorliegende Konzept ist eine Momentaufnahme und nicht ein Konstrukt von Dauer. In der Jugendarbeit wird es immer Situationen geben und geben müssen, die Spontanität, sowie Konsequenzen erfordern. Das vorliegende Konzept soll die Grundhaltung der Mitarbeiter zu den vorliegenden Aufgaben erörtern.

 

 

 

 

 

2. Allgemeines zur Offenen Jugendarbeit

 

a) Offene Jugendarbeit ist eine Jugend dominierter Ort in der Gesellschaft und gibt Impulse zur Lebensgestaltung.

 

b) Offene Jugendarbeit ermöglicht und fördert aktive Beteiligung.

 

c) Offene Jugendarbeit vermittelt alltagsnah die Werte einer demokratischen Gesellschaft und bietet Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit diesen.

 

d) Offene Jugendarbeit entwickelt und fördert Eigenverantwortung und gesellschaftliche Mitverantwortung.

 

e) Offene Jugendarbeit mischt sich im Interesse von Jugendlichen in die Gestaltung der Gesellschaft ein.

 

f) Offene Jugendarbeit vermittelt als eigenständige Bildungsinstanz soziale und kulturelle Schlüsselqualifikationen.

 

- im Umgang mit sich selbst: Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Wertschätzung

- im Umgang mit anderen: Achtung, Anerkennung, Toleranz, Respekt, Kritikfähigkeit, Wahrnehmung

 

... und vieles mehr

 

 

 

2. Allgemeines zur Offenen Jugendarbeit

 

g) Offene Jugendarbeit als niederschwelliges Angebot ist bedürfnisorientiert und wirkt kompensatorisch.

    • Ein Angebot das Menschen leicht annehmen können, weil es nicht viel Aufwand bedarf daran teilzunehmen.

 

    • Ein Ausgleich von sozialen Entwicklungsrückständen bieten und diese mildern.

 

h) Offene Jugendarbeit berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen und Lebenslagen von Jungen und Mädchen, jungen Männern und jungen Frauen, und arbeitet geschlechterdifferenziert.

 

i)Offene Jugendarbeit fördert ein positive Lebensgefühl.

 

 

 

3. Pädagogische Zielsetzung

 

§ 11 KJHG Jugendarbeit

Junge Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von Ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialen Engagement anregen und hinführen.

 

Dieser Zielsetzung fühlt sich der Jugendraum Continue verbunden.

Dies wird nur erreicht, indem ein kontinuierliches und verlässliches Angebot besteht. Die Konzeption, sowie Planung von Angeboten werden prozesshaft entwickelt und immer neu den gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst. Der Jugendraum Continue hat den Auftrag für alle Jugendlichen. Jedoch fühlt sich der Jugendraum Continue auf Grund seiner Lage, Stadtteil Erbach, sozial benachteiligter Jugendlichen verpflichtet.

Der Jugendraum Continue will soziale Strukturen schaffen, welche durch wechselseitige Wertschätzung und Anerkennung als, eigenverantwortliche und moralische autonome Individuen, gekennzeichnetes Handeln ermöglichen.Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, ihre eigene Handlungs- und Entscheidungskompetenzen in kooperativen Handlungszusammenhängen und sich selbst als handlungs- und gestaltungsfähige Personen zu erfahren.

 

3. Pädagogische Zielsetzung

 

Sie sollen Erfahrungen der Partizipation an egalitäre Entscheidungsstrukturen machen, in denen eigene Überzeugungen dargelegt und als motivierte und begründete Stellungsnahme respektiert werden. Diese Strukturen sollen auf politische, bürgerliche und soziale Gleichheit ausgerichtet sein.

Erfahrungen der eigenen Stärken und der eigenen Fähigkeiten dienen als Gegenerfahrungen zu gesellschaftlich zugemuteten Ohnmachtserfahrungen. Jugendliche sollen durch Aktivitäten und Angebote zu einer umfassenden aktiven Entfaltung eigener Fähigkeiten und Interessen aufgefordert und angeregt werden. Ihnen werden Möglichkeiten geboten, sich mit der eigenen Lebensgeschichte und Lebenssituation reflexiv auseinander zu setzen, sowie die eigene lebenspraktische Zukunft bewusst zu entwerfen. Sie sollen soziale Beziehungen erfahren, die sich durch Verlässlichkeit und Wahrhaftigkeit auszeichnet.

 

Ziele sozialpädagogischen Handels muss das Verstehen der subjektiven Lebenswelt von Jugendlichen sein. Die selbst erfahrene Lebenswelt in der sich die Jugendlichen befinden zeigen uns, welche Probleme sie haben und nicht welche sie verursachen. Das Merkmal unserer Arbeitsweise ist eine Praxis der Anerkennung. Unterstützung und Förderung der individuellen Stärken in einer Atmosphäre wechselseitiger Wertschätzung. Subjektorientierte Jugendarbeit zielt auf die Entfaltung verschütteter und blockierter Fähigkeiten im Dialog mit einem höchstmöglichen Maß an Partizipation und Eigenverantwortung.

 

Die MitarbeiterInnen stehen dabei oft zwischen den Fronten von der Bewahrung des Respekts von dem Eigensinn und der anzunehmenden Autonomie der Lebenspraxis Jugendlicher ( im Vordergrund steht hier die Eigen- bzw. Selbstständigkeit und Müdigkeit) und auf der anderen Seite die Fähigkeit und die Bereitschaft, regressiver und destruktive Formen der Lebensbewältigung zu erkennen, in Frage zu stellen, alternativ Handlungsorientierungen anzubieten und es auszuhalten. Es kommt zu Gewaltakten gegen Sachen, Menschen und sich selbst, die MitarbeiterInnen werden mit Geisteshaltungen und Handlungsweisen in zerstörendem Medium konfrontiert.

 

Ein weiteres Ziel, das als grundlegendes Handlungsprinzip gilt, ist die politische Einmischung. Hier hat die Jugendarbeit die Funktion, solche Lebensbedingungen, welche Jugendliche an der Entwicklung ihrer Fähigkeiten hindern, aufzuzeigen.Dies geschieht durch Interessen wecken an gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen, sich Einmischen in das öffentliche Geschehen und dem Fordern und Fördern von Kritikfähigkeit Autonomie und Mündigkeit.

 

4. Jugendraum Continue

 

Die Grundwerte sind für uns Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Wir verpflichten und diese Grundwerte gegenüber und versuchen in unserer täglichen Arbeit ihnen gerecht zu werden.

 

 

4.a) Continue

 

Im Jungendraum Continue ist jeder Mensch willkommen. Dabei spielt sein Aussehen, seine Gesinnung oder seine Vorstrafen keine Rolle. Unter Gesinnung verstehen wir, die Grundhaltung eines Menschen, die von werten und Moral begrenzt sind; aber auch seine Denkweise, die seinen Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteilen zu Grunde liegen.

Jedoch muss er sich in der Gemeinschaft einfügen und die geltenden Regeln achten.

Grundsätzlich werden alle Jugendlichen von uns akzeptiert wie sie sind. Natürlich kommt es zu Diskussionen, wenn sie ihre Meinungen zu Themen, wie Ausländer, Gewalt, Schule ... äußern. Wir diskutieren dann auch mit ihnen, allerdings kritisieren wir nur ihre Einstellung und machen ihnen gleichzeitig deutlich, dass wie sie als Menschen akzeptieren. Wir orientieren uns diesbezüglich am humanistischen Menschenbild.

 

>> Die Würde des Menschen, seine Persönlichkeit und sein Leben müssen respektiert werden.

 

>> Der Mensch hat die Fähigkeit, sich zu bilden und weiter zu entwickeln.

 

>> Die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können.

 

>> Die menschliche Gesellschaft soll in einer fortschreitenden Höherentwicklung die Würde und Freiheit des einzelnen Menschen gewährleisten.

 

 

 

 

4. Jugendraum Continue

 

4.a) Continue

 

Die Geltenden Hausregeln sind einfach und für jeden verständlich.

 

  1. Gewaltverzicht gegenüber Personen und Gegenständen.

  2. Verbot von Alkohol- und Drogenkonsum. (Rauchen ist 18-Jähringen im Außenbereich erlaubt, Biermischgetränke, werden im Zusammenhang mit Veranstaltungen in einem übersichtlichen Rahmen und kontrolliertem Konsum verkauft)

  1. Verbot von Gewaltverherrlichungen durch Musik oder Verbreitung von Propaganda (Flugblätter, Info-Zettel).

 

 

 

Wir arbeiten mit dem Handlungsansatz der akzeptierenden Jugendarbeit.( siehe Krafeld, F.J.) Die Akzeptanz ist der Ausgangspunkt unseres Handels. In Zukunft wollen wir verstärkt die Eigeninitiative der Jugendlichen wecken und fördern. Ihnen Hilfestellung geben, wenn sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen.

 

Dabei gelten folgende Prinzipien:

 

  • Offenheit für Alle

Jede/r ist willkommen. Es spielt keine Rolle, ob seine/ihre Haare bunt, kurz oder lang sind oder ob er/sie schon Straftaten gegangen hat. Wir akzeptieren jede/n, die/der zu uns kommt. Wir akzeptieren das Recht des „anders denken“, das Recht eines jeden Menschen nach seiner eigenen Fasson selig zu werden.

 

  • Keine Ausgrenzung

Für viele Jugendlichen ist der Jugendraum Continue die letzte Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit sinnvoll zu beschäftigen. Eine Ausgrenzung (z.B. Hausverbot) würde das Selbstbild des Nicht-Akzeptiert-Werdens bestätigen. Dies ist für unsere Arbeit wichtig, da wir die Klientenzentrierten Methode von C. Roger auch anwenden. So steht bei uns die Persönlichkeitsveränderung im Vordergrund und nicht Bekämpfung von Symptomen. Unser Ziel- die Stärkung der Person in der Weise, dass sie sowohl ihr akutes Problem, als auch zukünftige Probleme selbstständig zu lösen in der Lage ist.

 

 

Dabei gelten folgende Prinzipien:

 

  • Keine Ausgrenzung

Es ist notwendig, dass der Klient so akzeptiert wird – wie er ist, dies fördert die Selbstannahme des Klienten. Der Klient hat ein Recht auf einen – Helfer, der sich einsetzt und den Möglichkeiten seines Klienten Wertschätzung entgegenbringt.

 

 

  • Trennung von Verhalten und Person

Jeden Jugendlichen, der zu uns kommt, nehmen wir so an wie er ist und akzeptieren ihn. Das Annehmen der Jugendlichen ist uns möglich, indem wir das Verhalten der Jugendlichen von ihren Person trennen. Bei Konflikten kritisieren wir das Verhalten oder diskutieren über ihre Einstellung, ohne dabei die Persönlichkeit der Jugendlichen zu verletzen.

Akzeptierende Jugendsozialarbeit muss sich auf die Bedingungen und Spielregeln der Jugendlichen in kritischen Parteilichkeit und Partnerschaft einlassen. So kommen wir in einer gleichwertigen Gemeinschaft in Kontakt zu den Jugendlichen und können ihr Vertrauen erlangen. Das bedeutet für unsere Arbeit uneingeschränktes und solidarisch Engagement für die Interessen der Klienten; auch die uneingeschränkte Übernahme einer Position und deren Einsatz im Konflikt.

 

 

 

4. Jugendraum Continue

 

4.b) Ziele und Methoden des Continue

 

  • Gruppenarbeit

  • Freizeit- und Erlebnispädagogisch Angebote

  • Projektarbeit

  • Einzelbetreuung

  • Elternarbeit

 

 

Gruppenarbeit

Gruppenarbeit findet in speziellen Gruppen (z.B. Hip-Hop, Fußball, Breakdance), aber auch im Rahmen der Offenen Tür statt. Dabei sollen die Jugendlichen über die Angebote einen sozialen Übungsrahmen erhalten, in dem sie Selbstwert- und Selbstsicherheitserlebnisse sich erarbeiten können. Über die gemeinsame Aktivität entwickelt sich eine tragfähige Beziehung, die es den Jugendlichen ermöglicht, ihre Probleme zu schildern. Die Aktivitäten dienen ebenfalls zur Förderung aktiver Freizeitaktivitäten, sie stärken das Selbstbewusstsein, bauen Aggressionen ab und fördern Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme. Bei den Angebotsformen orientieren wir uns, soweit dies möglich, an den Interessenanlagen der Jugendlichen. Je nach Angebote soll die Gruppenarbeit intensiviert werden, speziell durch Zusatzangebote.

 

 

Freizeit- und Erlebnispädagogisch Angebote

Das freizeit- und erlebnispädagogische Programm bietet Freizeitspaß unter abenteuerlichen Bedingungen für unterschiedliche Altersgruppen. Es erlaubt die Heranführung an physische und psychische Grenzsituationen, ebenso wird Raum geschaffen für soziale Gruppenerlebnisse. Gleichzeitig wird für die Jugendlichen ein Integrationsangebot geschaffen innerhalb der peer group. Das freizeit- und erlebnispädagogisches Programm stellt die Grundlage für die weitere Arbeit mir den Jugendlichen dar.Für diese Jahr sind Fahrten zum Kirchentag nach Bremen und den Bundestag nach Berlin geplant. Auch sollte der Bildungsaspekt nicht zu kurz kommen. Reisen bildet. Wir wollen diesen Aspekt der Bildung in Spiel und Spaß verpacken.

 

 

 

 

 

 

4. Jugendraum Continue

 

4.b) Ziele und Methoden des Continue

 

Projektarbeit

Durch Projekte die in Kooperation mit anderen Einrichtungen und Institutionen durchgeführt werden, soll eine inhaltliche Vernetzung und eine weiterführende Zusammenarbeit, sowie neue Handlungsansätze erprobt werden. Dabei stehen themen- und handlungsorientierte Projekte im Vordergrund. Continue-Cup mit dem Partner „second home“, der einen Integrationshintergrund hat. Oder geplanter Graffiti Workshop mit dem Partner Mehrgenerationenhaus in Offenbach. Mit anschließender Ausstellung.

 

 

Einzelfallhilfe

Durch den Aufbau und die Intensivierung des Vertrauensverhältnisses zwischen den Besuchern des Jugendraum Continue und den MitarbeiterInnen mittels der Methode der akzeptierenden Jugendarbeit kommt es zu Hilferufen von Jugendlichen, die wir sehr ernst nehmen. je nach Intensität der Beziehung kommt es zu Einblicken in die katastrophalen Lebenssituationen in denen sich diese Jugendlichen befinden. Wir versuchen die Probleme entweder gemeinsam mit den Jugendlichen zu lösen oder suchen die Kooperation mit entsprechenden Stellen (SPN,Jugendamt, Schule, Arbeitsamt, Aquis...). Probleme sind Arbeitslosigkeit, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schulverweigerung, Straffälligkeit, Schwierigkeiten mit den Eltern ( es kommen auch Eltern, die Schwierigkeiten mit ihren Jugendlichen heben),....

 

 

Elternarbeit

Schwerpunktarbeit ist generell Jugendarbeit, wichtig ist es aber auch die Eltern, sowie wichtige Bezugspersonen der Jugendlichen zu erreichen. Oft wird im Zusammenhang mit den Problemen von Jugendlichen auch eine Elternberatung aktiviert, wobei es sich immer um ein Angebot handelt. Oft kommt es zu einem Austausch über das vorhandene Netzwerk, welche den Eltern weitere Hilfsangebote unterbreitet. Wir lassen uns leiten, dass sozial schwache Familien aufgrund ihrer Lebenssituation Ortsnahe und niedrigschwellige Angebote benötigen. Auch müssen dem Bedürfnis nach Kontakt, Erfahrungsaustausch sowie Kommunikation Rechnung getragen werden.

 

 

 

4. Jugendraum Continue

 

4.b) Ziele und Methoden des Continue

 

Kooperationspartner

Bis jetzt ist die Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflegerin Petra Junk, dem „second home“ vertreten durch Annette Kerfin und der ev. Jugendzentrale Ingo Schenk zu nennen. Des weiteren ist geplant ein Graffiti Workshop mit dem Mehrgenetationenhaus in Offenbach, sowie ein Bewerbungstrainingskurs für Schüler der Siebenpfeiffer Schule.

 

 

 

4.c) BesucherInnen des Continue´s

 

Der Jugendraum Continue steht allen jugendlichen über 14 Jahren offen. Die Jugendlichen kommen vornehmlich aus dem Stadtteil Erbach. Hier im speziellen sozial benachteiligte Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Die soziale Benachteiligung besteht unter anderem aus:

 

  • schlechter bzw. abgebrochener Schulausbildung und die damit verbundenen Probleme beim Einstieg in die Ausbildungs- und Berufswelt.

  • schwierige finanzielle Situation.

  • Probleme im sozialen Umgang miteinander.

  • usw.

 

 

Ein Problem ist eine unrealistische Einschätzung der Jugendlichen was ihre zukünftige Lebens- und Berufsperspektive betrifft. Traumvorstellungen über Beruf und Verdienst stehen im Raum, ohne eine realistische Einschätzung der eigenen Ressourcen zu haben. Die Erkenntnis der eigenen Lebenslage führt unweigerlich zur Frustration.

der Jugendraum Continue wird von bis zu 80 Jugendlichen besucht, zu 90% von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Es gibt Gruppen von Kurden, Kosovo Albanern, Osteuropäern (Russen, Ukrainer), Pakistani, Sinti Roma und Deutschen. Eine Vielzahl von Besuchern sind über 20 Jahre, da sie immer noch in der Bildungs- und Ausbildungsphase sind. Dazu schreibt W.Kämper 1992, Seite 41:

Es gibt eine steigende Zahl von älteren Jugendlichen, die nach dem Ende der Schul- bzw. Ausbildungszeit aufgrund der Arbeitsmarktsituation keinen Übergang in eine selbstständige gesellschaftliche anerkannte Erwachsenenrolle finden. Diese meist arbeitslosen oder unterbeschäftigten 'Jugendlichen' bleiben oft bis weit über das zwanzigste Lebensjahr hinaus Jugendzentrumsbesucher.“

 

 

4.c) BesucherInnen des Continue´s

 

Der Jugendraum Continue befindet sich zur Zeit in einer Neubestimmung seiner Zielgruppe. Es vollzieht sich eine Erneuerung der Altersgruppe der Stammbesucher. Wir stecken im Moment in einer Zwischenphase, eine Altersgruppe ist noch nicht raus (die alten können nicht loslassen) und die Neuen sind noch nicht drin (trauen es sich noch nicht zu). Mit einem Tagesdurchschnitt von 14 Personen haben wir im Moment ein Besuchertief. Die Phase des „leeren“ Jugendraums ist notwendig, da wir der Meinung sind, dass die Jugendlichen sich ihre Räume selbst suchen sollen, und neue Jugendliche sich in der Regel eher in einer Lücke ihren Raum suchen, als sich in feste, besetzte Strukturen einordnen lassen. Eine Gruppe die sich den Jugendraum „aneignet“ wird dann über drei bis vier Jahre kontinuierlich den Jugendraum besuchen. Dadurch erhalten wir die Möglichkeit uns intensiv mit dieser Gruppe zu arbeiten und sie auf ihren Weg von Jugendlichen zu Jungerwachsenen zu begleiten.

 

Altersstruktur der BesucherInnen im Jugendraum Continue

 

Älter als 18 Jahre: 38,9% | zwischen 16 und 18 Jahren: 39,9% | Jünger als 16 Jahre: 21,8%

 

Anteil von Jungen: 74,8% | Anteil von Mädchen: 25,2%

 

 

 

4.d) Personelle Besetzung

 

Durch den Trägerwechsel der Stadt Homburg zur Arbeiterwohlfahrt wurde eine Versorgung der Einrichtung mit 1¾ Stellen festgelegt. Im Moment ist Herr Findeisen, Diplom Sozialarbeiter, mit einer ganzen Stelle (100%) besetzt.

Die ¾ Stelle (75%) wird ab September 2009 von Frau Andreya Laslov, Diplom Sozialarbeiterin besetzt. Durch diese Besetzung wird auch die Anforderung zur Jungen- bzw. Mädchenarbeit Rechnung getragen.

 

 

5. Literaturverzeichnis

 

Kämper, W. (1992) : Lebens- Räume. Interkulturelle Pädagogik und (offene) Jugendarbeit. Frankfurt/Main

 

Krafeld, Franz Josef; Akzeptierende Jugendarbeit. Grundsätzliches und Perspektivisches zu einem besonders diskutierten Ansatz...

www.mediageneration.net/jugendszene/buch8.pdf

 

Jugendraum Continue Konzept Seite 11 von 11